Sonntag, 22. November 2009
nicht neu! ich weiss... aber passend! heute...jetzt!!!
Mittwoch, 18. November 2009
tag der verrückten
inmitten der vergebung kam er wieder auf unseren tisch zu.....nett lächeln und luft holen um weiter über verschwörungstheorien zu reden. falsch gedacht! (weisch- amigs sind die chline tate doch so gross, dass sie grosses chöne bewirke...) mhm (ich fang ebe nöchst wuche imne chline gitarrelade afo schnuppere...das isch ebe e sehr chline lade müender wüsse und...) blablaaa (...und viellicht chani dört au mini lehr mache....) MANN, schweden interessiert uns gerade mehr als dein tante emma laden! (...und in somne chline lade chame viel besser uf d bedürfniss....) danke für die zigaretten aber ja. hm danke. mhm. ADIÖMITDRHAND!!!
hinter ihm betritt ein älterer mann die bühne. er faselt lauthals etwas über mord und totschlag. die verbindung mit der mutter hab ich irgendiwe verpasst. muss wohl an dem musiker liegen, der tatsächlich glaubt, er könne es mit mir im 'anderetotreden' aufnehmen (so isch das ebe in dere wält. aber amigs muesme öbis mache....) ich kann mich nicht konzentrieren, weil der dramatiker hinter ihm gerade seine zeile zu ende gelesen hat und die fackeln, die dem ganzen szenario irgendwie eine gewisse note geben, theatralisch auspustet, eine erwartungsvolle pause einlegt und dann seinen votrag über die mutter (oder so) und die toten wieder aufnimmt.
die werten herren direkt hinter mir haben wohl auch gerade den höhrepunkt ihres wahnsinnig tiefsinnigen gespräches erreicht.
-" d pia het scho 3 kilo in einere wuche abgno sit sie mit mir zäme isch."
-"aha...sportlichi aktivitäte?"
-"nei, sowiit simer nonig cho."
leider bin ich schon wieder zu abgelenkt um mich darauf konzentrieren zu können. (...aber ihr zwei, ihr ghöred doch au zu dene...) meine güte! muss ich ein "bitte nicht stören" schild um den hals tragen, damit ich in aller ruhe und zweisamkeit etwas nikotin und alkohol geniessen kann?
der andere hat die letzte fackel erreicht. endlich! er wird sich verbeugen, seinen hut kurz anheben und in der dunkelheit verschwinden. doch nein. haltneinbittenicht!!! der weltenverbesserer zündet eine kerze nach der anderen wieder an. (...weisch mängisch ischs nid guet, no öl ins füür zkeie. aber amigs bruchts das...sunst wirds dunkel und chalt in dere wält...) ...
Samstag, 14. November 2009
die sache mit der zigarette und dem wein
manchmal, da braucht man "coffee and cigarettes". und zwar zum frühstück! weil der 'guten morgen kuss' so weit weg ist. sich so weit weg anfühlt! wie alles... der abend, die nacht...die letzten monate. doch alles wird gut. (redet man sich ein. reden sich alle ein! sich selbst und gegenseitig...)
Freitag, 6. November 2009
komm schlaf!!! überfalle mich rücksichtslos, wie ein feigling von hinten- mir egal.... ich will hundert jahre schlafen wie dornrösschen. will nichts wissen von nichts und dabei nicht gestört werden. will mich trunken und benommen wirren träumen hingeben und dabei an nichts denken! nicht an ihn oder sie oder die anderen! die jahre würden an mir vorbeiziehen, niemand würde mich vermissen- nicht mal die spinne in der badewanne! der staub unter meinem bett würde sich sammeln und weiterziehen... die pflanzen würden jämmerlich verdursten (was sie jetzt sowieso auch tun) und meine katzen würden anfangen mein gesicht aufzufressen! vielleicht würde ich die eine oder den anderen in meinen phantasien antreffen....doch dazu müsste ich erst in einen tiefen schlaf fallen.....
Freitag, 30. Oktober 2009
ich erzähl dir auch was
die welt um uns herum färbt sich rot und goldgeld. die blätter fallen langsam tanzend von den bäumen und die wege verwandeln sich in einen laubfriedhof! der duft von kastanienbäumen mischt sich mit der geruchslosen morgenkälte und dringt in den beinahe steifgefrorenen körper ein. ein schönes gefühl. endlich wieder tief durchzuatmen und dabei auch das gefühl zu haben, richtig durchgeatmet zu haben. ins traute, warme heim kommen. tausend kerzen anzünden, sich in eine flauschige decke kuscheln, literweise tee trinken, melanchonische musik hören und dabei glücklich sein...
Freitag, 23. Oktober 2009
das leben der anderen
die esther feiert ne wilde party.
das paar schreg gegenüber raucht eng umschlungen eine letzte zigarette und wird wahrscheinlich nach einem anregendem gespräch und ein, zwei gläser wein ins bett gehen.
die karin von oben hört nichts. die scientology kann also so viel radau machen wie sie will. der milan und die miss li auch.
von der familie noch weiter oben hört man gar nichts. sowieso nie. ein aussergwöhlich stilles baby haben die gezeugt. beinahe beängstigend.
sie hat besuch.
er besucht sie.
er tanzt.
sie will nicht.
die sind nicht da.
andere vielleicht schon, aber für sich.
ich lasse renée und paloma links liegen und nehme still und langsam am leben anderer teil....
den verliebten mir gegenüber geht es nicht besonders! ihr nicht, ihm nicht...abwechslungsweise. aber sie haben sich- und sie machen das grossartig!!
schlechtes englisch mischt sich in der kalten abendluft mit der trauer, die einen kreis um die beiden gebildet hat! die täterin: eine angetrunkene frau. das opfer: ein mann. aber da er die sprache ebenfalls nicht sonderlich gut beherrscht, stört es niemanden- am wenigsten sie selbst.
ihr geht es schlechter. sie weint, er tröstet sie! nimmt sie in den arm. wiegt sie...
lautes gelächter von innen- ein guter witz wahrscheinlich.
die frau mit dem englisch nimmt sich eine decke und wickelt sich ins wärmende rot.
sie hat sich beruhigt! hat aufgehört zu weinen und zündet sich eine zigarette an. er auch. gute idee!
noch mehr englisch. hörbar besser- dafür weniger interessant!
wieder lautes lachen. die menschen scheinen glücklich zu sein... bis auf sie- doch sie hat ja ihn! händehaltend rauchen sie weiter... ich brauche mir also keine sorgen zu machen!
ich stehe auf und verlasse die menschen, die für einige stunden teil meinses lebens waren...
